Bäder-Diskussion: GFL und FDP setzen sich für Kleinschwimmhallen ein

Die Kleinschwimmhalle Brambauer - steht auch sie vor dem Aus? (Foto: Günther Goldstein)

LÜNEN Bedeutet die Eröffnung des Lippe Bades im September das aus für die Kleinschwimmhallen in Horstmar und Brambauer? Nein - so zumindest die Forderung von GFL und FDP im Haupt- und Finanzausschuss.

- Von Peter Fiedler -

 

Angesichts von Kapazitätsengpässen u.a. für Schwimm- und Therapiesportvereine im neuen Bad solle die große Koalition von SPD und CDU „noch einmal in sich gehen“ und die Schließungsentscheidung überdenken, appellierte GFL-Fraktionschef Prof. Dr. Johannes Hofnagel.

Er nannte einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren, mindestens aber ein Jahr für den Fortbestand der Kleinschwimmhallen. Anderenfalls drohe den Vereinen wegen des knapperen Angebots massiver Mitgliederschwund. „Sie zerschlagen ehrenamtliche Strukturen“, warf Hofnagel SPD und CDU vor.

SPD: "Werden Lösung für alle Nutzergruppen finden"

„Wir regen an, die Kleinschwimmhallen für ein weiteres Jahr am Netz zu lassen, um zu sehen, ob wir sie brauchen oder nicht“, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Hubert Walnsch. Erika Roß (Grüne) meinte, ihre
Fraktion sehe sich jetzt in ihren Befürchtungen und im Nein zum Lippe Bad bestätigt.

„Ich glaube, wir werden für alle Nutzergruppen eine Lösung finden“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Möller und verwies auf eine weitere Annäherung zwischen Bädergesellschaft und Vereinen, die sich beim Gespräch am Mittwoch ergeben habe.

Vereine sollen sich bis 7. Juli äußern

Die Vereine seien jetzt in der Bewertungsphase. Man erwarte von ihnen ein Signal bis zur Ratssitzung am 7. Juli und wolle das Thema deshalb auch in dieser Sitzung diskutieren. Dort fällt dann auch die Entscheidung über den Bürgerantrag von Christian Zapp.

Auch er fordert, unterstützt vom Vorstand des Stadtsportverbandes und den Vereinen im „Arbeitskreis Lippe Bad“, den Erhalt der Kleinschwimmhallen.

 

01.07.2011

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