Aktuelles - 2020

Freibad in Brambauer bleibt 2020 wegen Corona-Auflagen geschlossen

Das Freibad Brambauer bleibt dieses Jahr wegen Corona geschlossen. Grund sind die hohen Anforderungen an eine Öffnung. Ob das Freibad Cappenberger See öffnet, soll die Politik entscheiden.

Mit einem Sprung ins kühle Nass im Freibad Brambauer wird es dieses Jahr nichts. Das Bad bleibt wegen Corona geschlossen. © Blandowski (A)

von Torsten Storks

 

Das Freibad Brambauer bleibt dieses Jahr für den Badebetrieb geschlossen. Schuld ist das Coronavirus und die für eine Badöffnung von Seiten der Landesregierung beschlossenen und von den örtlichen Betreibern umzusetzenden Hygiene- und Sicherheitsvorschriften.

„Als verantwortliche Betreiber des Trägervereins Freibad Brambauer haben wir uns entschieden, das Bad im diesen Jahr nicht zu öffnen.“ Das sagte Paul Jahnke, Vorsitzender des Trägervereins, am Freitag (22. Mai) im Gespräch mit unserer Redaktion:

„Als Betreiber des Freibades tragen wir eine große Sorgfaltspflicht gegenüber unseren Gästen und ehrenamtlichen Mitarbeitern, sagte Jahnke. Der Trägerverein sehe sich nach intensiver Prüfung nicht in der Lage, die Auflagen des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums vom 16. Mai mit gutem Gewissen erfüllen zu können. 

Wartungs- und Reparaturarbeiten

 

Stattdessen sollen in diesem Jahr Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden, die laut Jahnke „bisher aus Zeitmangel nicht erledigt werden konnten“. Als Beispiel nannte der Trägervereins-Vorsitzende unter anderem Pflasterarbeiten rund um das Becken: „Nach zehn Jahren gibt es da einige Absenkungen, die wieder angehoben werden müssen.“

Den Badegästen versprach Jahnke: „Wir werden alles dafür tun, um das Freibad Brambauer - hoffentlich unter anderen Voraussetzungen - unseren Gästen 2021 zur Verfügung stellen zu können.“

Unterdessen erklärte Dr. Achim Grunenberg, Stadtwerke-Chef und Geschäftsführer der Bädergesellschaft Lünen mbH, dass die Entscheidung über eine Öffnung oder Nichtöffnung des Freibades Cappenberger See am Mittwoch (3. Juni) im Ausschuss für Bildung und Sport getroffen werden soll. Darauf habe sich der im Zuge der Corona-Krise von der Stadt Lünen ins Leben gerufene „Stab Außergewöhnliche Ereignisse“ Mittwochabend (20. Mai) verständigt.

Stadtsprecher Benedikt Spangardt bestätigte Freitag (22. Mai), dass „diese Befassung im Ausschuss für Bildung und Sport stattfinden soll“.

Der Verwaltungsvorstand habe sich darauf verständigt, dass die Entscheidung über die Wieder-Öffnung eine politische Entscheidung sein sollte:

„Sie hat voraussichtlich große Auswirkungen auf die Lüner Bürgerinnen und Bürger und auf den Haushalt“, sagte Spangardt. Für die Abwägung im Ausschuss erstelle das zuständige Dezernat III unter Federführung des Beigeordneten Horst Müller-Baß in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken jetzt eine Vorlage.

23.Mai.2020

Freibad in Brambauer bleibt dieses Jahr geschlossen wegen der Corona-Krise

BRAMBAUER. Der von vielen Besuchern geschätzte Badespaß im Freibad Brambauer fällt dieses Jahr wegen Corona buchstäblich ins Wasser. Das Bad bleibt geschlossen. Das hat handfeste Gründe

Paul Jahnkeist Vorsitzender des Trägervereins des Freibads Brambauer. Er geht davon aus, dass das Bad dieses Jahr wegen der Corona-Krise geschlossen bleibt. Foto (A) Schnitzler

Von Torsten Storck

 

Das Freibad Brambauer wird wegen der anhaltenden Corona-Krise in diesem Jahr für Besucher geschlossen bleiben: „Wir gehen davon aus, dass wir nicht öffnen werden“, sagte Paul Jahnke, Vorsitzender des Trägervereins, am Dienstag (14.April) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Normalerweise, sagte Jahnke weiter, liefen zurzeit die Vorbereitungen für die traditionelle Bad- und Saisoneröffnung im Mai auf Hochturen- inklusive des rund 7000 Euro teuren Auffüllens des Beckens mit Wasser: „Das Geld sparen wir uns schon einmal.“ Überhaupt sei man darum bemüht, den Kostenapparat auf das Notwendigste zu reduzieren.

 

Das Freibad finanziert sich nach Angaben des Trägervereins-Vorsitzenden über die Eintrittspreise über Gelder (Spenden), die der Förderverein akquiriert und einem Zuschuss der städtischen Bädergesellschaft.

 

Dass das Freibad vermutlich geschlossen bleibt, hat laut Jahnke handfeste Gründe. Eine potenzielle Erlaubnis zur Öffnung der Freibäder von Seiten der Politik sei an so hohe Auflagen gebunden, die das Freibad gar nicht erfüllen könne, sagte Jahnke- und verweist auf die Pandemiepläne der „Deutschen Gesellschaft für das Badewesen“.

 

Darin ist unter anderem geregelt, wie vielen Besucher pro Quadratmeter Freibadfläche Einlass gewährt werden darf, wie viel Aufsichtspersonal vorhanden sein muss, wie sich Besucher auf den Toiletten usw. zu verhalten haben und vieles mehr. „Dass können wir nicht stemmen“, sagte Paul Jahnke- und dass es das erste Mal sei, dass „wir nicht öffnen“.

 

Seit Jahren ein Besuchermagnet

 

Das 1938 eröffnete Freibad liegt im Naherholungsgebiet Tockhausen in Lünens größtem Stadtteil Brambauer und ist laut Trägerverein ein Besuchermagnet. „Gerade die familiäre Atmosphäre wird von unseren Besuchern sehr geschätzt“, heißt es dazu auf der Homepage des Freibads. Weiter steht dort:

Für einen Sprung ins kühle Nass ist für jede Generation etwas dabei. Angefangen bei unserem Kinderbecken. Hier können sich die kleinen Besucher richtig austoben. Eine spritzige Wasserschlange, sowie ein Pumptier stehen hier für die Kleinsten bereit. Zum Schutz vor der Sonneneinstrahlung ist das Kinderbecken mit zwei großen Sonnensegeln bestückt, die für Schatten, während der Planschzeit sorgen. Die vielen Sitzmöglichkeiten für Eltern bieten eine gute Möglichkeit die Kinder im Auge zu haben. Doch auch für die größeren Kinder ist genügend Platz zum Planschen. Ein Highlight ist unsere Zwillingsrutsche, bei der der Rutschenspaß nicht zu kurz kommt. Durch das separate Rutschenlandebecken werden unsere Schwimmenden Besucher auch nicht gestört.  

 

17.April 2020

Vandalismus im Freibad Brambauer: Scheiben eingeschlagen, Kasse rausgerissen, Alarm zerstört

Wahrscheinlich in der Nacht zu Freitag haben Unbekannte am Freibad Brambauer gewütet. Gestohlen wurde nicht viel. Der Schaden ist aber trotzdem groß.

 

Den Feuerlöscher aus dem Kassenbereich, den hat Paul Jahnke, Vorsitzender des Trägervereins Freibad Brambauer, 500 Meter entfernt gefunden. Leer, die Unbekannten hatten wohl noch ihren Spaß damit.

 

Leere Flasche Jack Daniels gefunden

 

Vorher hatten sie die beiden Kassenscheiben des Freibads eingeschlagen und waren durch die Splitter hineingeklettert. Auch dort hatten sie offenbar ihren Spaß: „In der Küche haben wir noch eine leere Flasche Jack Daniels gefunden“, sagt Jahnke.

Für die Ehrenamtlichen ist das ganze kein Spaß, sie haben so schon genug Arbeit, machen nur über die Feiertage etwas Pause. Die Unbekannten haben offenbar in der Nacht von Donnerstag (26.) auf Freitag dort gewütet. Ein Mitarbeiter hatte das Bad um 16 Uhr verlassen und fand die Scheiben am Freitag um 9 zerstört vor.

Die Kasse lag herausgerissen davor, auch die Schlösser müssen ausgetauscht werden. Das ganze kostet viel Geld.

Alarmanlage wurde auch zerstört

Geld, das wohl die Gebäudeversicherung der Stadtwerke, bzw. ihrer Tochter, der Bädergesellschaft, zahlen wird. Das Gelände gehört nämlich der Bädergesellschaft, für die der Trägerverein den Betrieb übernimmt.

Die Freiweilligen haben den Eingangsbereich vorläufig gesichert, die Scherben weggefegt. Eine Alarmanlage, sagt Jahnke, habe es übrigens gegeben. Aber auch die hätten die Unbekannten zerstört.

Zweiter Vorfall in 16 Jahren

Bei Facebook sucht der Trägerverein jetzt nach Zeugen, man könne sich sonst auch an die Polizei wenden, sagt Jahnke.

Bis jetzt ist das Freibad übrigens von Vandalismus größtenteils verschont geblieben. In 16 Jahren, sagt Jahnke, sei das erst der zweite Vorfall gewesen. von Marc Fröhling 

28.12.2019