Archiv - 2004 |4

Schwimmen unterm Kunststoffdach: Hell, luftig und gut klimatisiert präsentierte sich die nagelneue Traglufthalle, die die Lüner Delegation in Offenbach besuchte. Für Brambauer geeignet, lautete das einhellige Fazit. Foto: Peter Fiedler

Freibad-Dach: Zwei Varianten

 

 

Beirat will nach Infofahrten rechnen lassen: Abbaubare Traglufthalle oder feste "Cabrio" - Version?

 

BRAMBAUER. Das Freibad Brambauer soll unter die Haube kommen. Fragt sich nur unter welche?

 

Dass eine Überdachung sinnvoll wäre, um aus dem Freibad ein ganzjährig nutzbares Allwetterbad zu machen, stand am Mittwoch nach der Informationtsfahrt der Bädergesellschaft außer Frage. Eine andere Frage stellt sich hingegen sehr wohl: Was für ein Dach?

 

zwei Varianten beiten sich an: Auf- und abbaubare Traglufthalle oder dauerhafte Überdachung durch eine transparente Konstruktion mit viel Glas, die aus dem Freibad sozusagen ein Cabrio-Bad machen würde. Im Gegensatz zum Auto würde jedoch nicht das Dach geöffnet, sondern das Allwetterbad erhielte an einer Seite Schiebetüren für das Frischlufterlebnis.

 

Auf Einladung der Bädergesellschaft sahen sich Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick, Vereinsvertreter, Mitglieder des Bäderbeirates und Presse am Mittwoch zwei Traglufthallen an.

 

Der Auftakt in Bergen-Enkheim (Vorort von Frankfurt) war eher enttäuschend. Für das dortige Freibad war im Jahr 2000 eine Traglufthalle angeschafft worden. 800 000 DM kostete sie, 20 000 Euro pro Saison verschlingen Auf- und Abbau.

 

Eindruck vieler Lüner Besucher: enges Raumgefühl, mäßiges Klima und schon deutliche Gebrauchsspuren an der erst vier Jahre alten Halle. Kein Wunder: Der Auf- und Abbau dauert mindestens zwei Tage ist laut Betreiber Knochenarbeit.

 

Neu Generation



In Offenbach hellten sich die Gesichter auf: "Dafür kann ich Begeisterung wecken", sagte Rats- und Bäderbeiratsmitglied Thomas Gössing (CDU) nach der Besichtigung der erst wenige Wochen alten Traglufthalle der neusten Generation.

 

Eindruck: heller, Transparenter, größer wirkend, besser klimatisiert.

 

Franz Zielke, Geschäftsführer Technik des Herstellers Stuckmeyer-Systembau, referiert die technischen Details. Die Halle ist an nur einem Tag (für ca. 4000 Euro) auf- bzw. abbaubar und spart Heizkosten durch eine Isolierhaut, die 30 bis 50 cm von der Außenhaut abgehängt ist.

 

Im Gegensatz zur Frankfurter Halle wird Luft - Tragluft-hallen brauchen Überdruck - nicht an einer einzigen Stelle eingeblasen, sondern praktisch überall: aus einem Schlauch mit kleinen Löchern, der sich wie eine Wurst durch die Halle ringelt.

 

Olaf Ahrens vom Ingenieurbüro Eneratio hatte im Auftrag der Bädergesellschaft schon gerechnet: ca. 250 000 Euro würde die Halle kosten, rund 550 000 Euro teuer kämen die nötigen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten im Freibad Brambauer selbst Ergebnis wäre ein ganzjährig zu nutzendes Bad. Der "Trainings-Tourismus" insbesondere der Wasserballer hätte ein Ende. "Wir bekämen endlich das Niveau, das wir auch verdienen", so SV-Brambauer-Vorsitzender Andreas Mildner.

 

Ein überdachtes Freibad bedeutet zwangsläufig das Aus für die Kleinschwimmhalle. Ein Nebeneinander könne es aus finanziellen Gründen nicht geben, machte Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Achim Grunenberg deutlich.

 

Schulen einbinden



Betroffen wären u.a. die Schulen, die im Sommer Schwimm-Unterricht im Freibad machen müssten. Auch bei etwas schlechterem Wetter. Andreas Mildner appellierte, die Schulen frühzeitig in die anstehenden Gespräche einzubinden.

 

Völlig wetterunabhängig, auch im Sommer, wäre das Freibad mit der "Cabrio-Lösung". Die, so Olaf Ahrens, würde aber statt 250 000 Euro wohl 1 Million kosten. Stadtwerke-Prokurist Dr. Gerd Koch gab dazu zu bedenken, dass das totale Freibad-Gefühl dann auf der Strecke bliebe. Gerade deshalb kämen aber viele Besucher.

 

Bäderbeiratsvorsitzender Friedhelm Schroeter kündigte an, dass nun beide Varianten "spitz gerechnet" werden sollen. Anschließend sollen alle Betroffenen - Vereine, Schulen etc. - zum Gespräch gebeten werden. Am Ende muss die Politik entscheiden. Peter Fiedler

26.11.2004



 



Vorsitzende Eleonore Köth-Feige stellte nach der Wahl den Vorstand des Fördervereins vor. (Foto: kes)

Brambauer. (kes) An der künftigen Überdachung des Freibades besteht auch beim Förderverein höchstes Interesse. Das wurde in der Mitgliederversammlung im Vereinsheim der Schwimmer am Donnerstagabend deutlich.

 

Nach der Besichtigung von zwei Traglufthallen in Hessen werde im Januar in Düsseldorf zusammen mit der Bädergesellschaft der Stadtwerke eine weitere Konstruktion besichtigt, kündigte Klaus Stallmann an und sprach von einer sehr interessanten Lösung.

 

Halle nur für Sportler rechnet sich nicht

 

Bei dieser Hallenversion bleibe ein Teil der Überdachung auch im Sommer stehen. Diese Halle könne binnen eines Tages geschlossen werden. Entscheidend seien die Unterhaltungskosten.

 

Vereinsmitglied Prof. Rolf Kindmann bemerkte, eine Halle rechne sich nicht, wenn sie nur den Sportlern diene. Darum müsse der Verein das Konzept mitgestalten. Andreas Mildner hatte nämlich aus der Sicht der Schwimmer geschildert, dass eine ganzjährige Nutzung des Bades aus der Sicht des SV optimal sei.

 

Stallmann erwähnte, dass das auch das gesamte Schulschwimmen ins Freibad verlegt werde, wenn die Kleinschwimmhalle geschlossen werde, was bekanntlich nach der Überdachung des Freibades geschehen wird.

 

Einstimmig hatte der Verein zuvor drei Paragraphen seiner Satzung geändert. Die Mitgliederversammlungen werden künftig per Aushang und Presse und nicht mehr über teure Einzelbriefe einberufen. Der Vorstand wird für zwei Jahre gewählt.

 

Bei Auflösung des Vereins soll nicht - wie bisher festgelegt - die Stadt das Vermögen erhalten, es soll vielmehr in Brambauer bleiben und dem Förderverein des Bürgerhauses zugute kommen, der es für gemeinnützige Zwecke verwenden muss.

 

Einstimmig wählten die Mitglieder Eleonore Köth-Feige wieder zur Vorsitzenden, Stellvertreter bleiben Klaus Stallmann und Jörg Diekmann, Heinrich Peter führt weiterhin die Geschäfte und Ralf Gröning ist Schatzmeister. Armin Hunke und Andreas Mildner bleiben Beisitzer. Neue Kassenprüfer sind Michael Krippes und Andreas Mildner.

 

Köth-Feige: Dank für Spendenfreude



Eleonore Köth-Feige begrüßte die hohe Spendenbereitschaft in der Bürgerschaft. Der Förderverein (er besteht seit 1995) arbeite Hand in Hand mit dem Trägerverein, und mit Paul Jahnke als Geschäftsführer sei dessen Gründung ein Glücksfall für das Freibad. Jahnkes Einsatz sei vorbildlich.

 

Der Förderverein mit 1 469 Mitgliedern hat nach zahlreichen Investitionen zur Zeit einen Kassenbestand von knapp 36 000 Euro.

10.12.2004   



Die Freibad-Förderer mit Andreas Mildner (l.) Eleonore Köth-Feige (4.v.l.), Klaus Stallmann (3.v.r.) sowie Heinz Peper, Jörg Diekmann und Ralf Gröning. Foto:A.Peper

Welle Wille trägt die Freibad-Förderer

 

Eleonore Köth-Feige weiterhin Vorsitzende / Satzung geändert: Vorstand bleibt zwei Jahre

 

Brambauer. Eleonore Köth-Feige bleibt an der Spitze des 1995 gegründeten Fördervereins Freibad.

Neu im Vorstand ist Jörg Diekmann. Der Verein hat zurzeit 1460 Mitglieder.

 

Die nur mäßig besuchte Versammlung am Donnerstagabend im Heim des Schwimmvereins beauftrag den Vorstand, im kommenden Jahr nach Abschluss der Saison mit dem Bau neuer Umkleideanlagen, Duschen und Toiletten zu beginnen.

 

Außerdem soll über eine Attraktivitätssteigerung beraten werden, angeregt wurde eine Matschzone für Kleinkinder.

 

Mittel für diese Planungen und Baumaßnahmen hat der Verein in höhe von 52 000 Euro bereits zur Verfügung. In der Versammlung überreichte Klaus Stallmann einen Scheck der Brambauer Volksbank über 1500 Euro als Spende - mit dem jährlichen Spendenaufkommen durch die Mitglieder in höhe von bisher 8000 Euro wäre eine Finanzierung erreichbar.

 

Das bestätigte auch Prof. Dr. Rolf Kindmann, der einmal die Pläne für den Umbau zu einem überdachten Kombibad erläuterte. Die jetzt angeregte Baumaßnahme passe genau in die vorgeschlagene Lösung für den Umbau des Brambauer Bades.

 

Wegen der vorgeschlagenen Attraktivitätssteigerung wird es eine Abstimmung mit dem Trägerverein geben.

 

Ausführliche Berichte gab es zum Beginn der Versammlung. Eleonore Köth-Feige stellte noch einmal ausführlich das hohe Bürgerinteresse, das Engagement des Brambauer Schwimmvereins und die besondere Situation des Stadtteils heraus. Martin Fleischmann leitete dann die Neuwahlen.

 

Er dankte dem langjährigen Vorsitzenden Joachim Bioly, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt kandidierte.

 

Eleonore Köth-Feige als Vorsitzende, Klaus Stallmann und Jörg Diekmann (Stellvertreter), Heinz Peper (Geschäftsführer), Schatzmeister Ralf Gröning, Armin Hunke und Andreas Mildner als Beisitzer erhielten einmütige Zustimmung.

 

Als neuer Kassenprüfer wurde Hans-Michael Haustein gewählt; Klaus Gürtler und Friedhelm Becker sind noch ein Jahr im Amt.

 

Die jährlichen Versammlungen werden nach der Satzung durchgeführt, die Amtszeit des Vorstandes beträgt jetzt zwei Jahre.

 

Die Pläne für die Umgestaltung des Brambauer Bades erläutert Prof. Dr. Rolf Kindmann auch mit Zahlen. Die etwa 3,5 Millionen Euro Investitionen machen nach seiner Berechnung Sinn, weil in der gesamten Bäderlandschaft in Lünen Einsparungen notwendig seien.

11.12.2004

Hans-Peter Braun (v.l.), Paul Jahnke, Klaus Stallmann, Jörg Diekmann und Ulrich Fischer. (Foto: Ingo Neubold)

Sparkasse unterstützt Bad mit 20 000 Euro

 

Brambauer. (R.L.) Eine großzügige Spende von 20 000 Euro erhielt gestern der Förderverein Freibad aus dem Spendentopf der Sparkasse.

 

Den Scheck überreichten Hans-Peter Braun, Filialleiter der Niederlassung am Bürgerhaus, und Sparkassenvorstandsmitglied Ulrich Fischer. Klaus Stallmann sowie Jörg Diekmann, die stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins, freuten sich über die Summe wie auch Paul Jahnke, Vorsitzender des Trägervereins. Nach Jahnkes Worten soll das Geld in die Neugestaltung des Eingangsbereiches und in neue Umkleidekabinen fließen. Zugleich sind die Freibadfreunde weiter auf der Suche nach einer kostengünstigen Überdachung des Bades. "Heute besichtigen wir eine Dachkonstruktion in Elmshorn und im Januar eine in Düsseldorf", sagte Jahnke weiter.

13.12.2004



Spielten Sparkasse als Christkind bzw. dankbar Beschenkte (v.l.:) Hans-Peter Braun, Paul Jahnke, Klaus Stallmann, Jörg Diekmann und Sparkassen-Vorstand Ulrich Fischer

Ach du großer Scheck

 

Förderverein Freibad nimmt 20 000 Euro-Spende von der Sparkasse entgegen

 

BRAMABUER. Klaus Stallmann saß gerade so bequem, dampfenden Kaffee am Mund, sonst wäre er vieleicht vor Freude wie Kai aus der Kiste an die Decke gesprungen: Sparkassen-Vorstand Ulrich Fischer überreichte dem Fördervereins-Vize einen Scheck über 20 000 Euro.



Was für ein Morgen. Mit einer Riesenschleife drum. Diesen Montag in der Sparkasse an der Paul Bonnermann-Straße hätte das Christkind nicht umwerfender inszenieren können für Klaus Stallmann, Jörg Diekmann (Förderverein) und Paul Jahnke (Trägervereins-Vorsitzender).

 

Die 20 000 Euro ("Für die Sparkasse eine bedeutendsten Einzelspenden", so Vorstand Fischer) könnten bestens gebraucht werden für die im kommenden Jahr anlaufenden Modernisierungsmaßnahmen im Freibad, versichert Klaus Stallmann.

 

Die Sparkasse verfolge mit dieser Spende zwei Ziele, betonte Ulrich Fischer, zum einen würde sie ein besonders beeindruckendes ehrenamtliches Engagement, zum anderen spiegele sie auch den Stellenwert, den dieser dynamische Stadteil in der Geschäftspolitik der Sparkasse einnehme, was wieder eine Folge der in Brambauer generieten Konto- und Kreditbewegungen sei.

 

Auch setzte die Sparkasse in unverhohlenem Eigennutz auf die Impulse, die von einem modernen, stark frequentierten Freibad für die Wirtschaft als weicher Standortfaktor ausgingen.

 

Fischer: "Wenn in der Folgezeit noch die eine oder andere Betriebsansiedlung zustande käme, wir hätten nichts dagegen."

 

Klaus Stallmann, stellvertretender Vorsitzender im Förderverein Freibad, bedankte sich für die "außerordentlich großzügige Spende" und betonte, wie wertvoll ein solcher Betrag von 20 000 Euro im Hinblick auf die im nächsten Jahr fälligen Modernisierungen des Freibads sei.

 

Stallmann: "Förderverein und Trägerverein werden sich wohl im März zusammensetzen und sich über das endgültige Allwetter-Bad-Konzept einig werden."

 

Voher würde noch zwei Traglufthallen inspiziert , um weitere Aufschlüsse zu gewinnen über technische Standarts, funktionelle Perspektiven und finanzielle Größenordnung solcher Hallen. Für Sparkassen-Vorstand Ulrich Fischer kommt in der Spende von 20 000 Euro ein Bekenntnis des Geldhauses zum Ehrenamt zum Ausdruck, wie es der Förderverein Freibad in Brambauer auf beispielhafte Weise vorexerziere.. .k

14.12.2004

Freibad: Tolles "Trio kolossal"

 

Gemeinsam stark

 

Brambauer. Gemeinsame Veranstaltungen im Freibad planen Trägerverein, Schwimmverein und Förderverein, um die Kassenlage für die Baumaßnahme mit der Überdachung des Beckens und der neuen Umkleiden zu festigen. Die mit allen Vorstandsmitgliedern einstimmig für zwei Jahre wieder gewählte 1. Vorsitzende Eleonore Köth-Feige rechnet mit dem Baubeginn nach der Saison 2005.

 

Daher sollen die Vorschlage nach weiteren Besichtigungen von Musteranlagen im Frühjahr in einer öffentlichen Versammlung des Fördervereins vorgestellt werden.

 

Prof. Dr. Rolf Kindmann bleibt weiterhin beratend für das Projekt aktiv. Für die überalterten Bäume auf dem Hügel wird er als Spende geeignete Schattenspender für die Liegewiese zur Verfügung stellen.

 

Flotter Vorverkauf



Im neuen Jahr soll an den Familientagen (mittwochs) die Riesenkrake aufgeblasen werden. Ein sportliches Spielfest möchten die drei Vereine mit den Brambauer Schulen, Kindergärten und den Jugendgruppen planen.

 

Die Eintrittspreise hat der Trägerverein für 2005 gesenkt. Beim Weihnachtsmarkt der Glückauf wurden 23 Dauerkarten verkauft.

 

Neu Kassenprüfer sind Egon Scheiper und Michael Krippes.

14.12.2005

Konzept für Freibad unterm Dach

 

Beirat tagte

 

Brambauer. Stadtwerke und Bädergesellschaft sollen ein entscheidungsreifes Konzept entwickeln, wie das Freibad Brambauer überdacht werden kann, damit es zum Allwetterbad wird. Das teilte Bäderbeiratsvorsitzender Friedhelm Schroeter als ein Ergebnis der Sitzung vom Montag mit. Laut Schroeter läuft es wohl auf eine Traglufthalle zu.

 

Käme das Bad ab 2006 im Herbst und Winter unter die Haube, würde die Kleinschwimmhalle aufgegeben.Was vor allem der Schwimmsport an den Schulen betrifft. Vertreter der Brambauer Schulen waren daher im Beirat zu Gast, um Kritik und Anregungen zu äußern. Ein Wusch war, sich eine Traglufthalle einmal ansehen zu können, wie es der Beirat mit Gästen bereits getan hat. Fie-

15.12.2004

Badfreunde informierten sich in Elmshorn

 

Von Reinhard Loeper

 

Brambauer. Eine fünfköpfige Gruppe aus Brambauer hat sich am Dienstag nach Elmshorn bei Hamburg aufgemacht, um sich einen Eindruck zu verschaffen von der Dachkonstruktion des norddeutschen Schwimmbades. "Das Gelände und die Schwimmbecken ähneln unserem Bad in Brambauer", sagte Paul Jahnke, Vorsitzender des Trägervereins, gestern.

 

Neben Jahnke waren vom Trägerverein weiter Egon Scheiper und Friedhelm Beyer dabei. Badkoordinator Klaus Gürtler und Armin Hunke, stellvertretender Vorsitzender des Brambauer Schwimmvereins, hatten ebefalls das Elmshorner Bad und sein Dach in Augenschein genommen.

 

Auch in Elmshorn wie zuvor in Frankfurt und Offenbach zeigte sich, dass eine Überdachung des Bades vermutlich um die 250 000 Euro kosten wird, sagte Jahnke. Im Elmshorn handelte es sich um eine moderne Traglufthalle in Membranbauweise, die erst im Jahre 2002 ihren Vorgänger abgelöst hatte. Immerhin habe das alte Dach 29 Jahre gehalten, erfuhr die Besuchergruppe.

 

Ein vergleichweise moderne Dachkonstruktion, die das Freibad Brambauer und den Schwimmbetrieb winterfest machen würde, hat gegenüber älteren Konstruktionen eindeutige Vorteile. "Raumklima, Temperatur und Halligkeit werden von den Besuchern als deutlich angenehmer empfunden", schilderte Paul Jahnke seine Eindrücke.

 

Positiv auch: Das Bad in Elmshorn und nicht zuletzt sein Ganzjahresbetrieb habe dazu geführt, dass die Anlage von der Bevölkerung und von den Sportvereinen sehr gut angenommen werde.

 

Natürlich ist auch dies ein Ziel der Freibadfreunde im westlichen Stadtteil. Die Chancen stehen gut. Aus dem ganzjährlichen Betrieb mit den Säulen Schulschwimmen, Schwimmverein und nicht zuletzt dem Badeangebot an die Bürger kann sich durchaus eine stabile Zukunft des Brambauer Freibades ergeben. Dass das Freibad eine erhaltenswerte Bereicherung für Brambauer darstellt, steht ohnehin außer Frage.

 

Konkreter werden soll die Überdachung des Bades nach der Schwimmsaison 2005. Wie berichtet, sollen dann der Eingangsbereich und die Umkleidekabinen erneuert werden. Jahnke geht von Kosten in Höhe von etwa 300 000 Euro aus, die durch den Träger -und Förderverein und durch Kredite aufgebracht werden sollen. Die Kosten für die Überdachung liegen bei der Bädergesellschaft.

15.12.2004



Einfach "Elmsbach"

 

Träger- und Schwimmverein besuchen mit Elmshorn dritten "Traglufthallen-Kandidaten"

 

Brambauer. Eine Traglufthalle Marke "Elmsbach", das wärs. Ein Mittelding zwischen Elms-horn und offen-bach. Von den bisher gesuchten Traglufthallen kommen diese zwei den Vorstellungen von Trägerverein und Schwimmverein am nächsten.

 

"Das Stadtbad in Elmshorn entsprach von der natürlichen Beschaffenheit her, seiner Größe und Lage in etwa den Verhältnissen, wie wir sie in unserem Freibad vorfinden", erklärte gestern Paul Jahnke, im Gespräch mit unserer Zeitung."

 

Trägerverein und Schwimmverein hatten am Dienstag das städtische Bad in Elmshorn getestet, wo eine vor zwei Jahren für ca. 250 000 Euro angeschaffte Traglufthalle Aufschluss liefern sollte, ob sie als Blaupause für das geplante Brambauer Allwetterbad in Frage kommt. Die Kontakte geknüpft hatte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Achim Grunenberg, der früher in Elmshorn tätig war.

 

Die fünfköpfige Gruppe bestand aus Paul Jahnke (Vorsitzender im Trägerverein), dem 2. Vorsitzenden des Schwimmvereins 50, Armin Hunke sowie Klaus Gürtler, Egon Scheiper und Friedhelm Beyer.

 

"Die Elmshorner", so Paul Jahnke, "verfügen über eine mehr als 30 Jahre alte Erfahrung im Umgang mit Traglufthallen, da war der Meinungsaustausch mit ihnen für uns wichtig."

 

Das idyllisch gelegene, von einem mumelnden Bach durchrieselte Areal des Elmshorner Bads, durchsetzt von alten Bäumen, habe die Brambauer Gruppe mit der mobilen Traglufthalle beeindruckt, betonte Paul Jahnke (Foto).

 

Von den bisher in Augenschein genommenen Traglufthallen in Frankfurt, Offenbach und Elmshorn kämen die Anlagen in Offenbach und Elmshorn den Brambauer Erwartungen für das eigene Bad-Konzept am nächsten.

 

"Unsere Bad als Zwischending von Offenbach und Elmshorn, das wäre ideal", so Jahnke.

 

Als vierte und letzte Station soll Anfang des Jahres noch eine Traglufthalle in Düsseldorf unter die Lupe genommen werden. Entscheidend, so Trägervereins-Vorsitzender Jahnke, sei die Option für eine mobile Traglufthalle, die, je nach saisonalem Bedarf, geöffnet und geschlossen werden kann.

 

Jahnke: "Wir wollen doch im Sommer ein offenes Bad haben und nicht auf den typischen Freibad-Charakter mit blauem Himmel und Sonnenschein verzichten."

 

Als Kostenlimit sehen Trägerverein, Förderverein und Schwimmverein navh entsprechenden Signalen aus den Stadtwerken eine Lattenhöhe von maximal 800 000 Euro.

 

Dazu kämen noch Investitionen (Modernisierung von Umkleidekabinen und Eingangsbereich) von ca. 300 000 Euro, die der Trägerverein Freibad zu stemmen gedenkt. Das Konzept, versicherte Paul Jahnke, soll Ende März stehen. k

16.12.2004



Trägerverein: In 14 Tagen Hallen-Chef

 

 

"Karrenbusch" -Übernahme wird wirksam

 

Brambauer. Der Trägerverein Freibad gibt als Zielpeilung für die Eröffnung des zum Allwetterbad (Traglufthalle) aufgerüsteten Freibads den Monat Mai 2006 aus.

 

Das Erklärte am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung Träger-Vorsitzender, Paul Jahnke, und sein Stellvertreter Klaus Stallmann.

 

"Zu dem zeitpunkt würden wir dann auch die Kleinschwimmhalle am Karrenbusch schließen, die ja am 1. Januar 2005 gemäß einem Überlassungsvertrag mit den Stadtwerken ebenfalls in die Trägerschaft unseres Vereins übergeht", meinte Klaus Stallmann.

 

Für Paul Jahnke (Foto) steht außer Zweifel, dass sich durch die Übernahme der Schwimmhalle nichts an der Nutzungsstruktur im Badebetrieb ändern werde.

 

Dafür zuständig blieben der Schwimmverein und die Schulen, die die Halle nutzten.

 

"Wir wollen nur hoffen, dass wir während unserer Trägerschaft über die Kleinschwimmhalle von teuren Reparaturen verschont bleiben."

Jahnke spielt auf den labilen Hubboden an, der schon des öfteren für Sorgenfalten bei den früher zuständigen Stadtwerken geführt hatte. Klaus Stallmann (Foto) erklärte, dass die Frage der Unfallversicherung und Haftung beim Badebetrieb in der Karrenbusch-Halle nicht zu Lasten des Trägervereins gingen. "Der Versicherungsschutz wird über den Schwimmverein und die Schulen geltend gemacht."

 

Der Trägerverein sei für das kaufmänische Management und die Koordination der Schwimmstunden zuständig, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Trägervreins.

 

Das abschließende Konzept für das Allwetterbad erwarten Jahnke und Stallmann für Ende März kommenden Jahres. k

18.12.2004

Freibad-Vertrag mit Stadtwerken schon verlängert

 

Trägerverein nimmt Option wahr

 

Brambauer. Der Westen hat sein Weihnachtsgeschenk bekommen. Es passt auf keinen Gabentisch, aber allein in den Kram. Es kam hinter den Kulissen der öffentlichen Inszenierungen und völlig lautlos zustande: Der Überlassungsvertrag des Trägervereins für das Freibad wurde verlängert.

 

Dieser Vertrag zwischen den Stadtwerken (Bäder GmbH) und dem Trägerverein Freibad, der am 1. April 2003 in Kraft trat, im dezember von keinem der Vertragspartner gekündigt wurde, verlängert sich das Überlassungsrecht für das Freibad um weitere zwei Jahre.

 

Das erklärte im Gespräch mit unserer Zeitung der Vorsitzende des Trägervereins, Paul Jahnke und sein Stellvertreter, Klaus Stallmann. "kündigte keine der Parteien den Vertrag drei Monate vor Ablauf der vereinbarten Frist, kommt es automatisch zu einer Verlängerung", meinte Jahnke.

Der 25 Mitglieder starke Trägerverein, der am 31. Januar 2003 gegründet wurde, hält auch weiter an dem Dienstleistungsvertrag mit dem Schwimmverein 50 fest.

 

Darin wird der Personaleinsatz durch Mitglieder des Schwimmvereins geregelt, wie Bäder-Aufsicht, Kasse, Reinigung und das wichtige Ein- und Auswintern der Anlage.

 

Der Dienstleistungsvertrag schlüsselt auch die Höhe der finanziellen Zuwendungen durch den Träger- an Schwimmverein auf.

 

Trägervereins-Stellvertreter Klaus Stallmann stellt der Zusammenarbeit mit Förderverein und Schwimmverein ein blendendes Zeugnis aus: "Das läuft einfach reibungslos." k

23.12.2004

Paul Jahnke, Vorsitzender des Trägervereins Freibad.

Vertrag weiter automatisch für zwei Jahre gültig

 

Brambauer. (R.L.) Der Trägerverein Freibad Brambauer blickt trotz eines verregneten Sommers optimistisch der Zukunft entgegen. Am 1. Januar übernimmt der Verein auch die Kleinschwimmhalle.

 

Paul Jahnke, Vorsitzender des Trägervereins, betonte gestern noch einmal diese Marschrichtung und hofft in diesem Zusammenhang, dass die marode Kleinschwimmhalle das kommende Jahr übersteht.

 

Derzeit findet dort das Schulschwimmen der Brambauer Schüler statt, welches bekanntlich nach dem Aufbau einer Dachkonstruktion in das Freibad verlagert werden soll.

 

Auch vor diesem Hintergrund hat die Stadt ihre Investitionen im ausklingenden Jahr in der Kleinschwimmhalle gegen Null gefahren.

 

In diesem Monat hat sich der Vertrag zwischen den Stadtwerken, konkret der Bäder GmbH, und dem Trägerverein automatisch um weitere zwei Jahre verlängert, da keine der beiden Seiten ihr Kündigungsrecht wahrgenommen hatte. Da niemand drei Monate vor der vereinbarten Frist versucht habe, aus dem Vertrag auszusteigen, verlängere sich in diesem Fall der Vetrag automatisch, sagte Paul Jahnke.

 

Das Papier wurde am 1. April 2003 von den Vertragspartnern unterzeichnet und regelt zahlreiche Aufgaben. So ist unter anderem festgeschrieben, dass der Trägerverein über den Schwimmverein Personal zu stellen hat: für die Arbeiten an der Kasse des Freibades, für die Aufsicht während des Badbetriebes und natürlich fallen auch alle Arbeiten, die mit dem Aus- und Einwintern des Bades verbunden sind, in den Zuständigkeitsbereich des Trägervereins bzw. des Schwimmvereins.

 

Deren Allianz liegt ein so genannter Dienstleistungsvertrag zu Grunde, der auch die finanziellen Zuweisungen an die Vereine regelt, erläuterte Paul Jahnke. Der Trägerverein selbst hatte sich bei seiner Gründungsveranstlatung am 31. Januar 2003 zusammengefunden. Ihm gehören 25 Mitglieder an.

27.12.2004



Einsatzkommando "Badeglück"

 

Lünen - Da, wo das Freibad war, kuscheln sich Häuser an den Hang. Wo der "Schwimmer" schäumte, quietscht ein Spielplatz. Traumadresse Tockhausen...Könnte, würde, wäre, wenn...wenn das Wörtchen wenn und wenn der Trägerverein Freibad nicht wäre.

 

Mit einem Bein sank das Freibad schon in die Grube, schien der finale Stöpsel gezogen und der Beerdigungskuchen bestellt, da wurde am 31. Januar 2003 in den "Hubertusstuben" der rettende Trägerverein gegründet.

 

Das mit den Häusern am Hang war nicht dem spinnerten Gedanken-Labor eines geistigen Desperados entsprungen:"Uns sind Pläne bekannt, wonach das Freibad-Gelände im Falle einer Bad-Schließung für Wohnbebauung genutzt werden sollte:"

 

Klaus Stallmann, ehrenamtlicher Allradantrieb, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden des Trägervereins gewählt, Paul Jahnke, heute 50, damals schon Vereins-weise, (Vorsitzender im Angelsportverein 1920) zum Vorsitzenden.

 

"Einen Tag nach unserer Gründung ging der Paul in den Vorruhestand", das war ein Geschenk des Himmels für uns", schlägt Stallmann Sahne für den Vorsitzenden.

 

25 Mitglieder zählt der Trägerverein. Die "glorreichen Sieben" im Vorstand spiegeln in ihrer Aufstellung das Existenz-Postulat des Vereins:

 

"Wir wollten von vornherein die Banken und Sparkasse mit ins Boot holen", sagt Klaus Stallmann. Mit Hans-Peter Braun (Sparkasse), Norbert Mecklenburg (Volksbank) und Klaus Grahms (Volksbank) ist die Bankerei voll dabei.

 

Noch im Vorstand: Beisitzer Dr. Gerd Koch (Stadtwerke) und Armin Hunke (2. Vorsitzender im Schwimmverein).

 

"Bei der Gründung unseres Vereins gab es nur ein Ziel: Das Freibad erhalten", stöbert Stallmann in Statuten. Je tiefer die Stadt damals in die Miesen schrammte, je schlimmer sich die Stadtwerke-Töchter Bäder vor Schulden einen Wolf liefen, desto unabänderlicher schien die Schließung des Freibads Brambauer.

 

Am 21. März 2003 gongte Erlösung: Im edlen Sitzungszimmer der Stadtwerke drehten Trägerverein und Bäder GmbH den Kuli am Daumen, unterschrieben den Überlassungsvertrag für das Bad. Kern der Auferstehungsgeschichte: Mit dem 1. April 2003 war der Trägerverein für das Freibad verantwortlich.

Brambauer strahlte, die Träger jauchzten, die Sonne lachte und lachte und lachte und hörte gar nicht mehr auf, so kam es zu dem schönen heißen Super-Sommer 2003.

 

Eine Hitzewelle spielte mit der anderen Fangen, im Freibad purzelten Besucherrekorde, der Trägerverein schlug sich auf die Schenkel.

 

Knapp 60000 Gebräunte und Geölte planschten sich in der Saison frischwärts. Mit einem Dienstleistungsvertrag machte der Trägerverein alles klar mit seinen Buddies vom Schwimmverein: "Ihr macht schön die Aufsicht, die Kasse, die Reinigung und das wichtige Ein- und Auswintern."

Am 24. September 2004 übernahm der Trägerverein auch noch die Kleinschwimmhalle Karrenbusch von der Bäder GmbH.

 

Wenn das Allwetterbad mit Traglufthalle vielleicht schon im Mai 2006 fertig wird, kann die Schwimmhalle dichtgemacht werden.

 

Die für die Modernisierung von den Trägern in Aussicht gestellten 300000 Euro würden vermutlich mit Krediten teilfinanziert. Gehaftet wird nur mit dem Vereinsvermögen

Da, wo das Freibad ist, bleibt alles beim Alten. Die Bade-Saison kuschelt sich an Hang. - k

31.12.2004